Insgesamt 17 Schulteams wurden in der Residenz in München für ihre beeindruckenden Erfolge bei den länderübergreifenden Schulsport-Wettbewerben ausgezeichnet.
Kultusministerin Anna Stolz war zusammen mit der Olympiasiegerin im Rennrodeln Dajana Eitberger und dem BLSV-Präsidenten Jörg Ammon vor Ort und beglückwünschte die jungen Sporttalente zu ihren hervorragenden Leistungen: „ Sport tut uns allen gut! Er ist der wahre Energy-Booster für unseren Alltag! Die Schulsport-Ehrung ist ein wunderbarer Anlass, um unseren erfolgreichen Schülerinnen und Schülern und engagierten Lehrkräften zu zeigen: Sie sind großartig und auch echte Vorbilder für andere! Die ausgezeichneten Schulsportteams und Sportpersönlichkeiten haben wahre Spitzenleistungen erzielt und sich diese besondere Ehre wirklich verdient. Dazu gratuliere ich ganz herzlich!“
Bei der festlichen Veranstaltung im würdevollen Rahmen des Max-Joseph-Saals der Münchner Residenz wurden Mannschaften geehrt, die bei den Schulsport-Wettbewerben „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“, „ Rhein-Main-Donau-Schulcup“und„DFB-Schulcup“ über die Landesebene hinaus erfolgreich waren. Mit der Schulsport-Verdienstmedaille würdigte die Kultusministerin außerdem acht Persönlichkeiten, die sich über mehrere Jahre hinweg und über ihr berufliches Engagement hinaus in ganz besonderer Weise um den Schulsport in Bayern verdient gemacht haben. In diesem Zusammenhang betonte Anna Stolz einmal mehr den hohen Stellenwert des Schulsports in Bayern: „Schule und Sport in Bayern – das matcht einfach perfekt! Unsere Kinder und Jugendlichen so früh wie möglich für Sport zu motivieren, ja sie dafür nachhaltig zu begeistern, liegt mir sehr am Herzen. Sport ist für junge Leute der Gamechanger in der Gaming-Welt! Er hält fit und gesund und vermittelt darüber hinaus wichtige Werte wie Teamgeist, Durchhaltevermögen, Rücksichtnahme und Leistungsbereitschaft. Der Schulsport lebt vom großen Engagement und den starken Impulsen unserer Lehrkräfte –und genau das verkörpern die Geehrten in vorbildlicher Weise.“
Auch Olympiasiegerin Dajana Eitberger freute sich mit den Sportlerinnen und Sportlern und lobte die großartigen Erfolge: „Wenn ich das hier sehe, bekomme ich richtig Gänsehaut. So viel Energie und Freude am Sport! Genau so hat es bei mir auch angefangen. Schulsport ist so wertvoll und prägend. Er lehrt uns, an uns zu glauben, Rückschläge zu überwinden und gemeinsam Erfolge zu feiern. Die heute ausgezeichneten Teams können mega stolz auf sich sein. Sie sind ein großartiges Beispiel dafür, was mit Einsatz und Begeisterung möglich ist.“
BLSV-Präsident Jörg Ammon machte in diesem Zusammenhang deutlich: „Schule, Sport und Verein bauen die wichtige Brücke, die wir dringend benötigen, um die nächsten Generationen fit und erfolgreich zu machen für mögliche Olympische und Paralympische Spiele in München für Deutschland. Womöglich finden wir unter den hier ausgezeichneten Athletinnen und Athleten bereits die Weltmeister und Olympiasieger von morgen. Sie sind das starke Fundament, das wir brauchen, um in der Spitze erfolgreich zu sein. Ich gratuliere allen herausragenden Sportlerinnen und Sportlern wie auch ihren Lehrkräften ganz herzlich und freue mich weiterhin auf herausragende Leistungen auf bundes- und bayernweiter Ebene.“
Folgende Schulen wurden im Rahmen der Festveranstaltung geehrt:
1. Bundessieger „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“:
2. Bundessieger „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ :
3. Bundessieger „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ :
Ignaz-Taschner-Gymnasium Dachau, Rudern WK II Jungen
1. Platz Finale „Rhein-Main-Donau-Schulcup“:
3. Platz „DFB-Schulcup“ :
Folgende Persönlichkeiten wurden mit der Schulsport-Verdienstmedaille ausgezeichnet:
Hintergrundinformationen zu den einzelnen Schulsport-Wettbewerben:
Jugend trainiert für Olympia & Paralympics
„Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ ist ein bundesweit organisierter, leistungsorientierter Mannschaftswettbewerb der Schulen in insgesamt 19 olympischen und sieben paralympischen Sportarten. Er gilt als weltgrößter Schulsport-Wettbewerb: Rund 800.000 Schülerinnen und Schüler aus allen 16 Bundesländern nehmen jedes Schuljahr daran teil. Aus Bayern melden sich regelmäßig ca. 90.000 Schülerinnen und Schüler in rund 9.000 Schulmannschaften an. Unter den Landessiegern der Bundesländer wird im Rahmen der Bundesfinalveranstaltungen die beste Schulmannschaft Deutschlands in den verschiedenen Sportarten und Wettkampfklassen ermittelt. Das Bundesfinale im Frühjahr und Herbst findet traditionell in Berlin statt. Das Winterfinale wird derzeit wechselnd an den Wintersportorten Nesselwang (Bayern) und Schonach (Baden-Württemberg) ausgerichtet.
Rhein-Main-Donau-Schulcup
Der „Rhein-Main-Donau-Schulcup“ ist ein Wettbewerb in den Sportarten Gerätturnen und Schwimmen. Er wird länderübergreifend und im jährlich wechselnden Turnus von Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ausgetragen. Startberechtigt sind Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Förderschulen sowie der Realschulen und Gymnasien – und zwar in den Wettkampfklassen, in denen es im Bundeswettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ kein Bundesfinale mehr gibt.
DFB-Schulcup
In der Sportart Fußball tragen die Landessieger der Wettkampfklasse IV (10-13
Jahre) ihr Bundesfinale nicht im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ aus, sondern im Rahmen des DFB-Schulcups. Neben den eigentlichen Bundesfinalspielen müssen die Schülerinnen und Schüler drei verschiedene Technikübungen absolvieren.
Auftakt zum Schulversuch „Evidenzbasierte Schule – Lernen, Steuern und Entwickeln mit System“.
Die internationale Forschung zeigt, dass Bildungssysteme dann besonders erfolgreich sind, wenn sie Daten (z. B. aus Tests) gezielt diagnostisch auswerten und für die individuelle Förderung nutzen. Diese Ansätze bergen ein großes Potential – zumal im Zuge des technologischen Fortschritts immer mehr Daten digital generiert werden und innovative Instrumente (wie z. B. KI-gestützte Tools) neue Möglichkeiten eröffnen. Der neue Schulversuch der Stiftung Bildungspakt Bayern „Evidenzbasierte Schule – Lernen, Steuern und Entwickeln mit System“ hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, systematisch Diagnose- und Förderansätze in der Mittelschule sowie den Beruflichen Schulen im Bereich der Basiskompetenzen zu etablieren.
Kultusministerin Anna Stolz betont im Rahmen der Auftaktveranstaltung im Literaturhaus München: „Der Schulversuch Evidenzbasierte Schule ist ein starker Schritt für die Weiterentwicklung unserer Schulen. Er nutzt die Erfahrungen aus vielen früheren Schulversuchen und verbindet sie mit aktuellen Entwicklungen aus der Datenerhebung und -verarbeitung. Unser Ziel: von Daten zu Taten. Von Testen zu Fördern. So stellen wir sicher, dass jedes Kind die Förderung erhält, die es braucht – nicht irgendwann, sondern zum richtigen Zeitpunkt. Dabei ist mir wichtig: Wir stehen für ein Bildungssystem, das verantwortungsvoll mit Daten umgeht und dabei immer den Menschen in den Mittelpunkt stellt.“
Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. unterstreicht: „Wer heute in exzellente Bildung investiert, investiert in die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Bayern. Denn gut ausgebildete Menschen schaffen die Innovationen, die wir brauchen, um auch künftig wettbewerbsfähig zu bleiben. Angesichts rückläufiger Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler in Basiskompetenzen zeigt ein Blick in andere Staaten, wie evidenzbasiertes Arbeiten uns dabei helfen kann, schulische Bildung nachhaltig zu verbessern. Die Idee ist, Lernstände auf Basis von Daten systematisch zu analysieren, um individuelle Förderbedarfe frühzeitig zu identifizieren und gezielt gegensteuern zu können. Der klare Fokus auf Basiskompetenzen, praxistaugliche Strukturen und Prozesse zur Datennutzung sowie auf messbare Lernfortschritte hilft uns, den guten bayerischen Weg weiterzugehen. Deshalb engagieren wir uns gerne als Exklusivpartner.“
Hintergrundinformationen: „Schulversuch Evidenzbasierte Schule“
Zentrales Ziel des Schulversuchs „Evidenzbasierte Schule“ ist die Schaffung und Weiterentwicklung von Strukturen und Prozessen, um Daten an der Schule sinnstiftend zu nutzen und konkretes Handeln daraus abzuleiten. Ein besonderer Fokus gilt der Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen: Im Sinne von „Testen und Fördern“ wird pädagogische Diagnostik (z. B. Tests) eng mit Förder- und Unterstützungsmaßnahmen (z. B. Lernbänder) verknüpft. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Stärkung grundlegender Kompetenzen in Deutsch und Mathematik.
Mit ihren innovativen Geschäftsideen kombiniert mit unternehmerischem Know-how haben die Schülerteams aus Bayern die Jury beim süddeutschen Landesfinale des Bundeswettbewerbs „Jugend gründet“ auf ganzer Linie überzeugt und Spitzenergebnisse erzielt. Ein Team hat sich sogar eines der begehrten Tickets für das Bundesfinale im Juni in Stuttgart gesichert.
Kultusministerin Anna Stolz freute sich sehr über die tollen bayerischen Ergebnisse und gratulierte den Gewinnerteams: „Was unsere Schülerinnen und Schüler beim Landesfinale von ‚Jugend gründet‘ entwickelt und präsentiert haben, war Gründergeist in Bestform! Ihre Geschäftsideen sprudelten nur so vor Inspiration, Kreativität und Dynamik! Damit packen sie die Herausforderungen von heute und morgen entschlossen an und motivieren auch andere zum Mitmachen. Für das bevorstehende Bundesfinale drücke ich ihnen ganz fest die Daumen. Mein großer Dank geht an alle engagierten Lehrkräfte, die unsere jungen Unternehmertalente dazu ermutigen, ihre Ideen zu verfolgen und weiter in die Welt zu tragen.“
Auch Ministerialdirigentin Dr. Andrea Niedzela-Schmutte, die stellvertretend für das Kultusministerium bei der Preisverleihung vor Ort war, fand lobende Worte für die Gewinnerinnen und Gewinner: „Ich bin begeistert von den Konzepten und Visionen, die unsere Schülerinnen und Schüler beim Pitch-Event in München präsentiert haben. Zu sehen, wie die nächste Unternehmergeneration in Bayern ihre Ideen jetzt schon so kreativ und engagiert mit Leben füllt, ist einfach nur großartig. Die Zukunft ist hier bereits spürbar! Besonders freut es mich, dass drei Schülerteams aus Bayern auf dem Siegertreppchen gelandet sind. Die Erstplatzierten dürfen ihr Können nun sogar auf Bundesebene zeigen.“
Die bayerischen Gewinnerinnen und Gewinner:
1. Platz:
3. Platz
Über den Wettbewerb „Jugend gründet“
„Wer gründet, kann eigene Ideen entwickeln, Visionen Realität werden lassen und mit neuen Lösungen eine bessere Zukunft für sich und andere gestalten “ – unter diesem Motto bietet der Wettbewerb „Jugend gründet“ Schülerinnen und Schülern jedes Jahr die Chance, eine Unternehmensgründung realistisch und konkret durchzuspielen. Für betreuende Lehrkräfte gibt es Fortbildungsangebote.
Teilnahmeberechtigt sind Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende an allgemeinbildenden oder beruflichen deutschen (Auslands-)Schulen. Die Teilnahme kann als Einzelperson oder in Teams mit bis zu fünf Personen erfolgen.
Der Bundeswettbewerb „Jugend gründet“ bietet Schülerinnen und Schülern aller Schularten sowie Auszubildenden seit 24 Jahren die Gelegenheit, unternehmerisches Denken und Handeln praxisnah umzusetzen. Dabei schlüpfen die Teilnehmenden in die Rolle von Gründerinnen und Gründern und entwickeln risikolos online ein virtuelles Start-up, das sie von der ersten Geschäftsidee über die Gründung bis hin zum unternehmerischen Alltag leiten und koordinieren.
Der Wettbewerb gehört zu den von der Kultusministerkonferenz (KMK) besonders empfohlenen Schülerwettbewerben. Hauptsponsor ist die Porsche AG. Ausrichter ist das Steinbeis-Innovationszentrum Unternehmensentwicklung an der Hochschule Pforzheim. Das oben beschriebene „Pitch-Event“ wird dabei von der IHK München und Oberbayern organisiert und stellt den Abschluss der Businessplanphase für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hessen dar.
Weitere Informationen zum Wettbewerb sowie Fotos von der Veranstaltung erhalten Sie unter: Schülerwettbewerb & Bildungsplattform für mehr Gründungsgeist - jugend-gruendet und Pitch Events 2025 - jugend-gruendet
Bayerische Schülerinnen und Schüler brillieren beim Schülerwettbewerb zur politischen Bildung.
Ein Erfolg, der sich sehen lassen kann. Bei der 55. Auflage des bundesweiten Schülerwettbewerbs zur politischen Bildung haben sage und schreibe 86 Projekte von Schülerinnen und Schülern aus dem Freistaat erneut die Jury überzeugt. Für diese Spitzenleistungen gab es bei der gestrigen Auszeichnungsveranstaltung in Bonn nun die verdienten Lorbeeren in Form von Geldpreisen und Bildungsreisen. Kultusministerin Anna Stolz freut sich sehr über das tolle Abschneiden und gratuliert den bayerischen Gewinnerteams: „Ich kann nur sagen: Mega, welch ein Erfolg unserer bayerischen Schülerinnen und Schüler! Sie haben beim Bundeswettbewerb zur politischen Bildung mit ihren innovativen und kreativen Beiträgen bemerkenswerte Statements für unsere Demokratie und Gesellschaft gesetzt. In den momentan so stürmischen Zeiten bietet politische Bildung ein kräftiges Fundament für unsere Kinder und Jugendlichen und macht sie stark für die Zukunft. Ich danke allen mitwirkenden Lehrkräften, die mit ihrem großartigen Engagement die Siegerprojekte unterstützt haben. Ohne sie wäre ein so tolles Resultat nicht möglich gewesen!“
Der Schülerwettbewerb zur politischen Bildung
Die Bundeszentrale für politische Bildung veranstaltet jährlich den Schülerwettbewerb zur politischen Bildung, der zu den von der Kultusministerkonferenz besonders empfohlenen Schülerwettbewerben gehört. In diesem Jahr wurden bundesweit 1.459 Projekte eingereicht. Von den 307 eingesandten Projekten bayerischer Schülerteams erhielten 86 einen Preis. Die Schülergruppen haben sich beim Wettbewerb intensiv und kreativ mit einem der vorgegebenen aktuellen politischen Themen auseinandergesetzt. Teilnehmen konnten Schülerinnen und Schüler aller Schularten in zwei Alterskategorien, von Jahrgangsstufe 4 bis 8 sowie von Jahrgangsstufe 8 bis 13.
Eine bundesweite Übersicht über alle Preisträgerinnen und Preisträger und weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie unter Schülerwettbewerb zur politischen Bildung | bpb.de
Jahrgangsstufe 4–8 : Preisträgerinnen und Preisträger von 1.500 bis 500 Euro
Thema (1): Fakes – lustiger Scherz oder ernstzunehmendes Problem?
Thema (2): Alt trifft Jung – Jung trifft Alt – (k)ein Problem?
Thema (3): No way! Da mach' ich nicht mit!
Thema (4): Weltkindertag – ein Tag für Kinder und ihre Rechte?
Thema (5): Zoos und Tiergärten – Artenschutz oder Tierquälerei?
Thema (6): logo! – Nachrichten für Kinder
Hauptgewinn: Reise z.B. nach Dresden, München, Leipzig, Erfurt oder Mainz
Geldpreise in Höhe von 1.500 € :
Geldpreise in Höhe von 1.000 € :
Jahrgangsstufe 8–12 : Preisträgerinnen und Preisträger von 1.500 bis 500 Euro
Thema (1): Algorithmen: Wie beeinflussen sie unsere Informationsnutzung?
Thema (2): Demokratie unter Druck – was kann ich tun?
Thema (3): Deepfakes – meine, deine, unsere Verantwortung?
Thema (4): Sexismus geht uns alle an, oder?
Thema (5): Kriegsende 1945 vor Ort – Brüche und/oder Kontinuitäten?
Thema (6): Politik brandaktuell
Hauptgewinn: Reise nach Berlin
Geldpreise in Höhe von 1.500 Euro :
Geldpreise in Höhe von 1.250 Euro :
Geldpreise in Höhe von 1.000 Euro :
Die Anton-Jaumann-Realschule in Wemding gehört zu den 23 Modellschulen im Schulversuch „QmBO – Qualitätsmanagement Berufliche Orientierung an weiterführenden Schulen“. Sie ist somit eine Vorreiterin bei der Stärkung der Beruflichen Orientierung als fächerübergreifendes Bildungs- und Erziehungsziel.
Im Rahmen eines Schulbesuchs erhalten Dr. Christof Prechtl, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V., Tobias Reiß, Vizepräsident des Bayerischen Landtags und Ministerialdirigentin Dr. Andrea Niedzela-Schmutte vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus Einblicke in die konkrete Umsetzung des Projekts.
Kultusministerin Anna Stolz betonte vorab: „Berufliche Orientierung ist ein echter Kompass, der Talente sichtbar macht und Mut für den eigenen Lebensweg schenkt. Sie gelingt nur in enger Zusammenarbeit mit externen Partnern aus der Wirtschaft. Praxiskontakte liefern Schülerinnen und Schülern wertvolle Einblicke in die Arbeitswelt und Informationen aus erster Hand. Die Anton-Jaumann-Realschule in Wemding zeigt eindrucksvoll, wie Schule und Berufspraxis eng und für beide Seiten gewinnbringend zusammenrücken können. Mit einem Qualitätsmanagement hat die Schule ihr Angebot in der Beruflichen Orientierung kontinuierlich ausgebaut. Davon profitieren sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Prozesse der Schulentwicklung. Mir ist wichtig, junge Menschen bestmöglich bei der persönlichen Berufswahl zu unterstützen. Mit Qualitätsstandards und Instrumenten zur Qualitätssicherung trägt die Arbeit im Schulversuch QmBO maßgeblich dazu teil, Berufliche Orientierung an weiterführenden Schulen systematisch weiterzuentwickeln.“
Auf dem Programm des Besuchs stehen die Vorstellung und der Besuch der Ausbildungsbörse, bei der sich verschiedene Partnerbetriebe der Schule präsentieren. Zudem erläutern Frau Dr. Niedzela-Schmutte, Herr Reiß und Herr Dr. Prechtl auf einer Podiumsdiskussion, wie man die Berufliche Orientierung nachhaltig stärken kann – etwa durch eine engere Zusammenarbeit mit regionalen Firmen und der gezielten Multiplikation von erfolgreichen Praxisbeispielen wie dem Berufswahl-SIEGEL.
Ministerialdirigentin Dr. Andrea Nidezela-Schmutte hebt hervor: „Mit dem Schulversuch Qualitätsmanagement Berufliche Orientierung an weiterführenden Schulen (QmBO) verankern wir das fächerübergreifende Bildungs- und Erziehungsziel Berufliche Orientierung in der mittel- und langfristigen Schulentwicklung und schaffen beste Voraussetzungen, den individuellen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler bei der Berufsorientierung gerecht zu werden. Die Anton Jaumann Realschule bietet mit der „Ausbildungsbörse“ ein tolles Good-Practice-Beispiel für die Arbeit im Schulversuch. Unter Einbezug der Schülerinnen und Schüler, Betriebe und des Kollegiums wurde die „Ausbildungsbörse“ im schuleigenen Konzept zur Beruflichen Orientierung mit regelmäßigen Evaluationen kontinuierlich weiterentwickelt. Diese Vorgehensweise sowie das erfolgreiche Konzept der „Ausbildungsbörse“ möchten wir mit dem Schulversuch QmBO auch für andere Schulen zugänglich machen.“
Dr. Christof Prechtl, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. unterstreicht die Bedeutung der Beruflichen Orientierung: „Der Schulbesuch an der Anton-Jaumann-Realschule zeigt deutlich, wie praxisorientiertes Qualitätsmanagement die Angebote zur beruflichen Orientierung kontinuierlich verbessert. Die eingesetzten Instrumente werden dabei mit den vorhandenen Talenten einer Klasse und den Anforderungen aus der Berufspraxis abgestimmt. Das unterstützt die Jugendlichen dabei, ihre Stärken und Interessen früh zu erkennen. Gleichzeitig erfahren sie, wo der Arbeitsmarkt sie braucht. Von der qualitätsgesicherten, am Talent ausgerichteten Berufsorientierung profitieren alle unsere bayerischen Unternehmen für ihre Arbeitskräfte- und Fachkräftesicherung. Jetzt gilt es, die Ergebnisse aus dem Schulversuch bayernweit und flächendeckend zum Qualitätsstandard einer zielorientierten Berufsorientierung an allgemeinbilden-den Schulen zu machen.“
Hintergrundinformationen zum Schulversuch „QmBO – Qualitätsmanagement Berufliche Orientierung an weiterführenden Schulen“:
Im Rahmen des Schulversuchs QmBO sollen Möglichkeiten erprobt und schulartspezifische Konzepte entwickelt werden, die die Qualität der schulinternen Maßnahmen verbessern sowie die Berufliche Orientierung stärker im Schulentwicklungsprozess etablieren. Der Schulversuch wird in Zusammenarbeit des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus mit dem Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) durchgeführt. Zusätzlich wird ein Projektbeirat eingerichtet, der sich aus Vertretungen des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, der Wirtschaft, Hochschulen und Bildungsträgern zusammensetzt.
Folgende 23 Modellschulen nehmen am Schulversuch teil:
Mittelfranken:
Niederbayern:
Oberbayern:
Oberfranken:
Oberpfalz:
Schwaben:
Unterfranken:
Bayern triumphiert beim Winterfinale des Bundeswettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“
Ein Blick auf den Medaillenspiegel beim diesjährigen Winterfinale des Bundeswettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ macht deutlich: Bayern ist und bleibt die unangefochtene Nummer eins als Wintersportland und Medaillengarant im deutschen Schulsport. Dieser Erfolg mit sage und schreibe viermal GOLD, dreimal SILBER und weiteren Top-Platzierungen in den Disziplinen „Ski Alpin“, „Skilanglauf“ und „Skispringen“ ist das Resultat der zielgerichteten und erfolgreichen Verzahnung von schulischer Bildung und sportlicher Nachwuchsleistungssportförderung. Auch Kultusministerin Anna Stolz freut sich über das herausragende Abschneiden der bayerischen Schulmannschaften: „Wow, was für ein grandioser Triumph! Mit ihren tollen Leistungen beim Bundeswettbewerb ‚Jugend trainiert für Olympia & Paralympics‘ haben unsere Schülerinnen und Schüler die Spitzenstellung Bayerns im Schulsport aufs Neue unter Beweis gestellt. Ich freue mich riesig mit den Gewinnerinnen und Gewinnern und danke allen Lehrkräften und Trainerinnen und Trainern für ihren unermüdlichen Einsatz. Jede einzelne Medaille zeigt: Schule und Sport in Bayern – das matcht einfach perfekt!"
Besonders erfreulich: Am ersten Wettkampftag startete die Oberstdorfer Schülerin Moana Schöll in der Disziplin „Para Ski nordisch“ als Einzelstarterin außer Konkurrenz und belegte dabei den ersten Platz.
Alle Platzierungen der bayerischen Schulmannschaften beim Bundesfinale 2026:
Disziplin: Ski Alpin
U14 Mädchen
1. Platz: Erzbischöfliche St.-Ursula-Realschule Schloss Hohenburg Lenggries
2. Platz: Erzbischöfliches St. Irmengard Gymnasium Garmisch-Partenkirchen
U14 Jungen
1. Platz: Gertrud-von-Le-Fort-Gymnasium Oberstdorf
2. Platz: Gabriel-von-Seidl-Gymnasium Bad Tölz
Disziplin: Skilanglauf
U14 Mixed
1. Platz: Chiemgau-Gymnasium Traunstein
6. Platz: Achental-Realschule Marquartstein
U16 Mädchen
4. Platz: Johannes-Gutenberg-Gymnasium Waldkirchen
5. Platz: Erzbischöfliche St.-Ursula-Realschule Schloss Hohenburg Lenggries
U16 Jungen
4. Platz: Chiemgau-Gymnasium Traunstein
6. Platz: Achental-Realschule Marquartstein
Disziplin: Skispringen
U12 Mixed
1. Platz: Regionalteam Bayern West
2. Platz: Regionalteam Bayern Ost
Hintergrundinformationen zu „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“:
Der Bundeswettbewerb der Schulen „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ ist mit jährlich rund 800.000 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern der größte Schulsport-Wettbewerb der Welt. Auf mehreren aufeinander aufbauenden Wettkampfebenen treten Schulmannschaften in den Ländern gegeneinander an. Die besten Schulmannschaften der Länder qualifizieren sich für das Bundesfinale. Veranstalter des Winterfinales ist die Deutsche Schulsportstiftung (DSSS) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Skiverband, der Deutschen Behindertensportjugend und Special Olympics Deutschland. Der Wettbewerb wird derzeit im Wechsel von Bayern und Baden-Württemberg ausgetragen. Die Winterausgabe des Schulsportwettbewerbs feierte in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum, an dem insgesamt 633 Sporttalente aus 105 Schulteams beteiligt waren.
Weitere Informationen und Bilder zur Veranstaltung finden Sie unter Jugend trainiert für Olympia & Paralympics
Die Musik hat an bayerischen Schulen einen besonderen Stellenwert. Dies zeigen insbesondere auch die 100 Grundschulen, die heute aus allen sieben Regierungsbezirken des Freistaats nach München gekommen sind, um die Auszeichnung Musikbegeisterte Grundschule entgegenzunehmen.
Kultusministerin Anna Stolz gratulierte ihnen herzlich: „Mit beeindruckendem Engagement, Kreativität und Ausdauer haben die ausgezeichneten Schulen musikalische Bildung fest in ihrem Schulalltag verankert. Sie setzen damit ein starkes Zeichen für die Bedeutung der Musik an den bayerischen Schulen. Unsere Schulen sind Orte, an denen die Kinder ihre Stimmen und Instrumente zum Klingen bringen und im gemeinsamen Rhythmus Selbstvertrauen und Teamgeist entwickeln. Deshalb würdigt die heutige Zertifizierung nicht nur ein erfolgreiches Konzept, sondern den täglichen Einsatz für eine lebendige kulturell-künstlerische Bildung. Dafür spreche ich den Schulen meine höchste Anerkennung und meinen persönlichen Dank aus.“
Bernd Sibler, Präsident des Bayerischen Musikrats, unterstreicht: „Herzlichen Glückwunsch an alle Musikbegeisterten Grundschulen in Bayern! Musik kann es nie genug geben – nicht im Leben und auch nicht im Stundenplan! Mit Singen und Musizieren fällt das Lernen gleich viel leichter und die Kinder merken auch, dass man durch Üben immer besser wird. Zusammen Musizieren stärkt die Gemeinschaft und den Zusammenhalt und schafft Raum für Kreativität und Talent. Ich wünsche den Kindern und ihren Lehrerinnen und Lehrern weiter viel Freude mit Musik!“
Neben einem repräsentativen Profilschild erhalten die Schulen für ihr außerordentliches Engagement einen Einmalbetrag in Höhe von 1.000 Euro, der insbesondere der Umsetzung von musikalischen Aktivitäten wie gemeinsamen Projekten beispielsweise mit Verbänden, Vereinen sowie Musikerinnen und Musikern vor Ort dient. Außerdem werden spezielle Fortbildungsangebote sowie eine eigens für die Musikbegeisterte Grundschule verfasste fantastische Geschichte voller Abenteuer und Musik zur Verfügung gestellt.
Das Profil der Musikbegeisterten Grundschule
An den Musikbegeisterten Grundschulen ist die Musik konsequent im Schulalltag verankert, beispielsweise durch Klassenmusizieren wie Chor- und Instrumentalklassen, Morgenrituale, Lernlieder, Schulversammlungen sowie interdisziplinäre Angebote. Weiterhin überzeugten sie durch die Teilnahme am Aktionstag Musik in Bayern und bei verschiedenen Veranstaltungen in Schule und Öffentlichkeit sowie in der Kooperation mit externen Partnern. Das musikalische Konzept der Schule wird dabei von der gesamten Schulfamilie unterstützt.
Partner der Initiative sind die Bayerische Landeskoordinierungsstelle Musik (BLKM) und der Bayerische Musikrat (BMR).
Verlinkung zur Bayerischen Landeskoordinationsstelle Musik (BLKM): https://www.blkm.de
Verlinkung zum Bayerischen Musikrat (BMR): https://www.bayerischer-musikrat.de
Einen Filmbeitrag zu den Musikbegeisterten Grundschulen finden Sie unter: Kulturelle Bildung | Inhalte | Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
Überblick über die 100 neuen Profilträgerschulen aus den verschiedenen Regierungsbezirken:
Unterfranken:
Mittelfranken:
Oberfranken:
Niederbayern:
Oberbayern:
Oberpfalz:
Schwaben:
Fotos von der Zertifizierungsfeier stehen Ihnen im Nachgang der Veranstaltung unter dem nachfolgenden Link zur Verfügung: StMUK Zertifizierungsfeier Musikbegeisterte Grundschule am 06.03.2026
Kultusministerin Anna Stolz ehrt neun Personen für ihr herausragendes Engagement mit dem Staatspreis.
An den bayerischen Schulen passiert jeden Tag Großartiges. Vieles davon im Stillen, ohne Scheinwerfer, ohne Schlagzeilen und doch mit großer Wirkung. Um diese außergewöhnlichen beruflichen und ehrenamtlichen Leistungen sichtbar zu machen, hat Kultusministerin Anna Stolz heute neun Personen mit dem Staatspreis der Bayerischen Staatsministerin für Unterricht und Kultus bei einem feierlichen Festakt in der Münchner Residenz ausgezeichnet.
„Alle Preisträgerinnen und Preisträger leben das Motto meiner BMK-Präsidentschaft ‚Challenge up: Herzschlag und Hightech für Bayerns Schülerinnen und Schüler‘. Durch ihren beeindruckenden Einsatz sind sie echte Vorbilder für junge Menschen. Sie zeigen ihnen, wie viel man mit Leidenschaft, Motivation und Leistungsbereitschaft erreichen kann und das in ganz unterschiedlichen Bereichen von Sport über Umweltschutz bis zu Kultureller Bildung. Ein so besonderes Engagement verdient eine besondere Anerkennung! Herzlichen Dank an alle Ausgezeichneten aus Bayern, die unsere Kinder und Jugendlichen stark im Herzen und stark im Handeln machen“, hob Kultusministerin Anna Stolz hervor.
Alle Ausgezeichneten erhielten eine von Schülerinnen und Schülern der Glasfachschule Zwiesel entworfene und handgefertigte Glasskulptur. Dabei handelt es sich um einen angeschrägten Glaszylinder, dessen Boden die Kuppel der Theatinerkirche München darstellt, welche eng mit der Geschichte des Kultusministeriums verknüpft ist. Zusätzlich ist das große bayerische Staatswappen eingraviert.
Mit dem Staatspreis wurden die folgenden Personen ausgezeichnet:
Bei Rückfragen zum Staatspreis wenden Sie sich bitte an presse@stmuk.bayern.de.