Neue Agenda stärkt Medienkompetenz, unterstützt Eltern und schafft klare Leitplanken im digitalen Alltag
Kinder und Jugendliche wachsen heute überwiegend mit Smartphones, Messenger-Diensten und sozialen Medien auf. Digitale Medien eröffnen enorme Chancen für Bildung, Kommunikation und gesellschaftliche Teilhabe. Gleichzeitig zeigen aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse immer deutlicher die Risiken einer übermäßigen Nutzung – von Konzentrationsproblemen über psychische Belastungen bis hin zu erheblichen gesundheitlichen Schäden.
Deshalb setzt das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus mit der neuen Agenda „Digitale Balance im Alltag von Schülerinnen und Schülern“ auf eine umfassende Offensive für einen gesunden, reflektierten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Diese geht Hand in Hand mit der Bayerischen Präventionsstrategie gegen problematische digitale Mediennutzung bei Kindern und Jugendlichen des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention.
Kultusministerin Anna Stolz: „Digitale Medien gehören heute selbstverständlich zum Alltag junger Menschen. Deshalb dürfen wir Kinder und Jugendliche mit den Herausforderungen der digitalen Welt nicht allein lassen. Mit unserer Agenda gehen wir in die Offensive und spannen einen Schutzschirm für unsere jungen Leute auf: Wir stärken die Medienkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler, unterstützen Eltern mit konkreter Orientierung und schaffen klare Leitplanken dort, wo Schutz notwendig ist. Unser Ansatz ist klar: stärken, sensibilisieren und schützen. Wir wollen junge Menschen stark machen für eine digitale Welt voller Chancen – und sie gleichzeitig vor den Risiken einer übermäßigen Nutzung schützen.“
Gesundheitsministerin Judith Gerlach: „Mit unserer Bayerischen Präventionsstrategie gegen problematische digitale Mediennutzung bei Kindern und Jugendlichen ergänzen wir die neue Agenda der Staatsregierung. Damit wollen wir die mentale Gesundheit junger Menschen in Bezug auf Medienkonsum fördern und riskanten Verhaltensweisen vorbeugen. Denn die gesundheitlichen Risiken sind bereits heute erkennbar: Kinder und Jugendliche mit einem übermäßigen Konsum insbesondere von sozialen Medien leiden häufiger unter Symptomen wie depressiven Stimmungen, Schlafstörungen oder Einsamkeit.“
Gerlach ergänzte: „ Mit unserem Maßnahmenpaket wollen wir Kinder und Jugendliche zu einem verantwortungsvollen und gesunden Umgang mit digitalen Medien befähigen. Gleichzeitig sollen Eltern und Schulen bei der Medienerziehung unterstützt werden. Dabei setzen wir bereits früh an und wenden uns schon an werdende Eltern. Denn d igitale Medien sind meist von Anfang an Bestandteil des Familienalltags. Das kann sich auf Kinder auswirken, noch bevor diese selbst digitale Medien nutzen. Eltern und Bezugspersonen haben eine wichtige Vorbildrolle inne, weshalb wir Informationen zu diesem Thema unter anderem über Kinderarztpraxen vermitteln wollen. “
Das Maßnahmenpaket der Ministerien:
Neue Angebote für Schülerinnen und Schüler: Chat-Kompass und Social-Media-Kompass
Ein zentrales Element der Agenda ist der Ausbau des erfolgreichen digitalkompass.schule.
Künftig stehen erstmals zwei neue Unterstützungsangebote zur Verfügung:
Die praxisnahen Materialien greifen konkrete Herausforderungen aus dem Alltag junger Menschen auf – von den Regeln einer respektvollen Kommunikation in Messenger-Diensten über Cybermobbing und Datenschutz bis hin zu Fake News und Deepfakes.
Medienkompetenz wird weiter gestärkt
Medienbildung ist bereits heute fächerübergreifend verankert. Im Zuge der laufenden Lehrplanüberarbeitung wird sie künftig auch noch stärker in den Fachlehrplänen integriert werden.
Ziel ist es, junge Menschen besser dazu zu befähigen, Informationen kritisch einzuordnen, Manipulation zu erkennen, persönliche Daten zu schützen und Verantwortung im digitalen Raum zu übernehmen.
Neues Informationspaket für Familien
Viele Eltern wünschen sich Orientierung bei Fragen rund um die Smartphone-Nutzung, Messenger-Dienste oder soziale Medien.
Deshalb stellen das Kultus-, das Gesundheits- und das Digitalministerium erstmals ein gemeinsames Informationspaket zur Medienerziehung bereit.
Es bündelt die wichtigsten Angebote und Materialien – darunter den Medienführerschein Bayern, „Medien kindersicher“ , das digitale Präventionsprogramm des Universitätsklinikums Tübingen „ ISES! “ sowie einen neuen Orientierungsrahmen für Eltern mit altersgerechten Empfehlungen zur Nutzung von Smartphones, Messenger-Diensten und sozialen Medien.
Die Angebote werden sowohl digital auf der Website des Kultusministeriums als auch in gedruckter Form zur Verfügung stehen.
Ergänzend werden Elternabende, Informationsveranstaltungen und weitere Dialogangebote ausgebaut. Auch mit Elterncafés und regionalen Veranstaltungsformaten soll das Thema künftig noch stärker in die Fläche getragen werden. Ziel ist es, Eltern nicht nur Informationen bereitzustellen, sondern sie bei Fragen rund um die Smartphone-Nutzung und soziale Medien ganz konkret zu unterstützen.
Zudem sollen im „Suchtmonitor Bayern 2026“ des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Zahlen und Fakten zum Thema digitale Medien zur Verfügung gestellt werden. Dies soll die Öffentlichkeit dazu befähigen, die Auswirkungen digitaler Medien auf die Gesundheit besser einordnen zu können.
Prävention und Beratung werden weiter ausgebaut
Darüber hinaus werden bestehende Präventions- und Beratungsangebote gezielt gestärkt.
Dazu gehören etablierte Programme zur Förderung von Lebenskompetenzen bei Kindern und Jugendlichen wie Klasse2000, IPSY oder REBOUND. Zudem wird es spezifische Angebote zur Prävention exzessiver Mediennutzung sowie zur Stärkung der Medienkompetenz geben, wie beispielsweise Net-Piloten und PROTECT, sowie schulische und außerschulische Beratungsangebote.
Beratungslehrkräfte und Schulpsychologinnen und Schulpsychologen werden hierfür gezielt unterstützt und bestehende Informations- und Unterstützungsstrukturen weiterentwickelt.
Klare Leitplanken für einen altersgerechten Umgang mit Smartphones
Teil der Agenda sind auch klare Rahmenbedingungen für die private Nutzung digitaler Geräte im Schulalltag.
Künftig gelten die Beschränkungen für die private Handynutzung an Schulen grundsätzlich bis einschließlich Jahrgangsstufe 7.
Damit setzt Bayern auf einen altersgerechten Umgang mit digitalen Geräten und stärkt Schule als Ort der Konzentration, der Begegnung und des gemeinsamen Lernens.
Das Maßnahmenpaket greift systematisch ineinander und reicht von der Grundschule über die Abschlussklassen bis hin zu Elternarbeit, Suchtprävention, Beratung und Kinder- und Jugendschutz. Es bildet ein abgestimmtes Gesamtkonzept für mehr digitale Balance bei Kindern und Jugendlichen.
Länder diskutieren Medienkompetenz und Wohlbefinden in der digitalen Welt
Die Fachtagung „Dimension Digitalisierung – Gesund. Digital. Lernen.“ in der Bayerischen Vertretung in Berlin wird am 17. und 18. Juni 2026 vom Forum Bildung Digitalisierung gemeinsam mit der Bildungsministerkonferenz (BMK) und dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus ausgerichtet.
Anna Stolz, Präsidentin der Bildungsministerkonferenz und Bayerische Staatsministerin für Unterricht und Kultus: „Medienkompetenz entsteht nicht automatisch mit einem bestimmten Geburtstag. Junge Menschen müssen erst lernen, Informationen kritisch einzuordnen, Manipulation zu erkennen und Fakten von Fälschungen zu unterscheiden. Schule hat dabei eine Schlüsselrolle: Sie gibt Orientierung und vermittelt die Kompetenzen, die junge Menschen für ein gesundes und erfolgreiches Leben in einer digitalen Welt brauchen. Mit dieser Fachtagung setzen wir ein deutliches Zeichen für eine Digitalisierung mit Konzept und Augenmaß.“
Ralph Müller-Eiselt, Vorstand des Forum Bildung Digitalisierung: „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt ist eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe. Dabei gilt es, die digitale Lebensrealität von Kindern und Jugendlichen ernst zu nehmen. Digitale Räume konsequenter zu regulieren reicht deshalb nicht aus. Schule muss die Medien- und Gesundheitskompetenzen von Kindern und Jugendlichen systematisch stärken und sie befähigen, sich im digitalen Raum selbstbestimmt und sicher zu bewegen.“
Mit dem diesjährigen Schwerpunktthema der Fachtagung rückt das Präsidentschaftsland Bayern die Frage in den Mittelpunkt, wie Digitalisierung pädagogisch sinnvoll gestaltet und zugleich das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen gestärkt werden kann. Ziel der Tagung ist es, mit rund 150 Vertreterinnen und Vertretern aus Bildungsverwaltung, Wissenschaft, Schulpraxis und Zivilgesellschaft erfolgreiche Ansätze aus den Ländern sichtbar zu machen und den fachlichen Austausch über gemeinsame Herausforderungen und Lösungswege zu fördern. In zehn Fachforen werden wissenschaftliche Perspektiven, Good-Practice-Beispiele aus den Ländern sowie bundesweite Initiativen unter anderem zu den Themen Social Media, Cybermobbing, exzessive Mediennutzung, Resilienz sowie die Auswirkungen digitaler Medien auf Gesundheit und Wohlbefinden vorgestellt.
Hintergrund
Die Fachtagung „Dimension Digitalisierung“ wird jährlich vom Forum Bildung Digitalisierung in Kooperation mit der Bildungsministerkonferenz veranstaltet und fördert den länderübergreifenden Austausch zu zentralen Zukunftsfragen schulischer Bildung in einer Kultur der Digitalität.
Die diesjährige Fachtagung steht unter dem Motto „Gesund. Digital. Lernen.“ und greift damit das Leitthema der bayerischen Präsidentschaft der Bildungsministerkonferenz auf. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Kinder und Jugendliche in einer digital geprägten Welt gesund, resilient und medienkompetent aufwachsen können.
Zu den Referierenden zählen unter anderem Prof. Dr. Klaus Hurrelmann, Prof. Dr. Rudolf Kammerl, Prof. Dr. Sonja Ganguin, Prof. Dr. Peter Vorderer, Prof. Dr. Thomas-Gabriel Rüdiger sowie weitere Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Bildungspraxis und Zivilgesellschaft.
Für rund 4.600 Schülerinnen und Schüler an den bayerischen Wirtschaftsschulen beginnt die entscheidende Phase ihrer Schulzeit: Mit den schriftlichen Abschlussprüfungen geht es auf die Zielgerade zum mittleren Schulabschluss.
Kultusministerin Anna Stolz wünscht allen Prüflingen viel Erfolg: „Die Wirtschaftsschule bereitet euch ganz besonders auf Ausbildung, Beruf und Arbeitswelt vor. In den vergangenen Jahren habt ihr euch viel Wissen und wichtige Kompetenzen für euren weiteren Lebensweg erarbeitet und intensiv auf den Abschluss vorbereitet. Deshalb: Vertraut auf euch und eure Fähigkeiten. Bleibt konzentriert. Jetzt könnt ihr zeigen, was in euch steckt. Für die bevorstehenden Prüfungen wünsche ich euch viel Erfolg und starke Nerven. Meine Daumen sind fest für euch gedrückt!“
Der erfolgreiche Abschluss der Wirtschaftsschule entspricht einem mittleren Schulabschluss und eröffnet vielfältige Perspektiven. Die Absolventinnen und Absolventen können sowohl eine duale Ausbildung beginnen – in kaufmännischen Berufen häufig mit verkürzter Ausbildungsdauer – als auch eine weiterführende Schule bis hin zum Abitur besuchen.
Hintergrundinformationen:
Bayerischen Wirtschaftsschulen sind stark für Ausbildung, Beruf und Zukunft
Die bayerischen Wirtschaftsschulen sind bundesweit einzigartig. Als berufsvorbereitende Schulen vermitteln sie jungen Menschen insbesondere Kompetenzen im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung und bereiten sie gezielt auf Ausbildung, Beruf und weiterführende Bildungswege vor.
Vielfältige Wege zum Abschluss
Jugendliche in Bayern können den Abschluss an der Wirtschaftsschule über verschiedene Wege erwerben. Die Wirtschaftsschule umfasst – je nach Form – die Jahrgangsstufen 7 bis 10 in der vierstufigen Form, die Jahrgangsstufen 8 bis 10 in der dreistufigen Form sowie die Jahrgangsstufen 10 und 11 in der zweistufigen Form.
Für die drei- und vierstufige Form sind rund 2.700 Schülerinnen und Schüler zu den Prüfungen angemeldet. In der zweistufigen Form (Jahrgangsstufen 10 und 11) legen rund 1.900 Schülerinnen und Schüler die Abschlussprüfungen ab.
Insgesamt besuchen derzeit rund 18.000 Schülerinnen und Schüler eine bayerische Wirtschaftsschule. Seit dem Schuljahr 2020/2021 steht die Schulart bereits Schülerinnen und Schülern ab der Jahrgangsstufe 6 offen. Darüber hinaus wird die Wirtschaftsschule ab Jahrgangsstufe 5 im Rahmen eines Schulversuchs erprobt.
Schriftliche Abschlussprüfungen 2026 an den Wirtschaftsschulen
18. Juni 2026: Deutsch
19. Juni 2026: Mathematik
22. Juni 2026: Englisch
23. Juni 2026: Ersatzfremdsprache
24. Juni 2026: Betriebswirtschaftliche Steuerung und Kontrolle
Weitere Informationen zu den bayerischen Wirtschaftsschulen finden Sie unter: Wirtschaftsschule | Schularten | Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus .
Kultusministerin Anna Stolz gratuliert Theresa Schneider vom Karl-Theodor-von-Dalberg-Gymnasium Aschaffenburg zum sensationellen Erfolg.
Überzeugende Argumente, solides Fachwissen und eine überragende Gesprächsfähigkeit – mit diesen Stärken ließ die Aschaffenburger Schülerin Theresa Schneider beim Bundesfinale des Schülerwettbewerbs „Jugend debattiert“, das am vergangenen Samstag in Berlin stattfand, die Konkurrenz hinter sich. In der Altersgruppe I der Jahrgangsstufen 8 bis 10 argumentierte sie überaus fundiert und rhetorisch brillant für das „Verbot von Influencer-Tätigkeiten für Kinder und Jugendliche“, was auch die Jury begeisterte, der u.a. die Journalistin Sandra Maischberger angehörte.
Kultusministerin Anna Stolz gratuliert Theresa Schneider zur Spitzenleistung: „Wer so überzeugend debattiert, zeigt, wie lebendig Demokratie sein kann. Theresa Schneider hat nicht nur klug und schlagfertig argumentiert, sondern ihre Gedanken auf den Punkt gebracht und sich gleichzeitig offen für andere Standpunkte gezeigt. Das macht eine gute Debatte aus. Meinen herzlichen Glückwunsch zu diesem beeindruckenden Erfolg! Bayern kann stolz auf eine so starke junge Debattantin sein!“
Theresa Schneider hatte sich nach ihrem Sieg im Landesfinale von „Jugend debattiert“ am 20. April 2026 im Bayerischen Landtag für den Bundeswettbewerb in Berlin qualifiziert.
Hintergrundinformationen zum Wettbewerb „Jugend debattiert“
Der Wettbewerb „Jugend debattiert“ findet auf Schul-, Regional-, Landes- und Bundesebene statt. Bei den Altersgruppen gibt es zwei Aufteilungen: Altersgruppe I in der 8. mit 10. Jahrgangsstufe, Altersgruppe II in der 11. mit 13. Jahrgangsstufe. Bei den Debatten treten jeweils zwei Pro- und Contra-Redner gegeneinander an. Jede Debatte dauert insgesamt 24 Minuten. In der Eröffnungsrunde hat jeder der vier Teilnehmer zwei Minuten Zeit, um seinen Standpunkt deutlich zu machen. Einer freien Aussprache von insgesamt zwölf Minuten Dauer schließen sich vier Schlussworte von je einer Minute an. Die Jury achtet bei ihrer Bewertung auf die Sachkenntnis, das Ausdrucksvermögen, die Gesprächsfähigkeit und die Überzeugungskraft der Redner. In Bayern nahmen in diesem Jahr Schülerinnen und Schüler aus 142 Schulen an dem Wettbewerb teil.
„Jugend debattiert“ ist eine Initiative des Bundespräsidenten und steht unter seiner Schirmherrschaft. Partner sind die Gemeinnützige Hertie Stiftung und die Heinz Nixdorf Stiftung. Der Landeswettbewerb in Bayern wird durch Mittel des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus finanziert und durch den Bayerischen Landtag unterstützt.
Weitere Informationen sowie Fotos vom Bundesfinale von Jugend debattiert 2026
finden Sie unter https://www.jugend-debattiert.de und Jugend debattiert: Bundesfinale 2026
Ein weiterer wichtiger Schritt vorwärts für die Inklusion in Bayern: Ab dem Schuljahr 2026/2027 wird nun auch das Nürnberger Land zur Inklusiven Region. Im Bewerbungsverfahren überzeugte es durch ein beeindruckendes, über viele Jahre gewachsenes Netzwerk. Dieses ist darauf ausgerichtet, Inklusion in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens nachhaltig zu verankern. Die bereichsübergreifende Zusammenarbeit von Schulen, Jugendhilfe, Kommunen sowie zahlreichen weiteren Partnern bildet dafür eine zentrale Grundlage. Besonders hervorzuheben ist hier die aktive Einbindung von Menschen mit Behinderung und deren Familien in die Arbeit der Steuergruppe. Zudem setzt das Nürnberger Land einen Schwerpunkt auf die Gestaltung des Übergangs von der Kita in die Schule.
Kultusministerin Anna Stolz beglückwünscht die neue Inklusive Region: „ Im Nürnberger Land arbeiten viele Partner Hand in Hand, um Teilhabe von Anfang an zu ermöglichen und Barrieren abzubauen. Besonders bemerkenswert ist, dass Menschen mit Beeinträchtigung und ihre Familien aktiv an den Entwicklungsprozessen beteiligt werden. Gleichzeitig setzt der Fokus auf den Übergang von der Kita in die Schule ein wichtiges Signal. Dieses Zusammenspiel aus Vernetzung, Beteiligung und gemeinsamer Verantwortung macht das Nürnberger Land zu einem überzeugenden Beispiel für gelebte Inklusion. Allen Beteiligten spreche ich dafür meine Anerkennung und meinen herzlichen Dank aus.“
BayernsSozialministerin Ulrike Scharf betont:„Im Nürnberger Land wird Inklusion gelebt und alle Akteure arbeiten eng zusammen. Ein Netzwerk aus Schulen, Beratungsstellen und Initiativen schafft barrierefreieLernumgebungen. So erhält jedes Kind die passende Förderung.Mit dem Prädikat ‚Inklusive Region‘ wird ein starkes Zeichen gesetzt und das EngagementderLandkreisesichtbar: Bayern ist gemeinsam stark.“
Armin Kroder, Landrat des Nürnberger Lands : „Die Ernennung zur ‚Inklusiven Region‘ ist eine großartige Anerkennung für die leidenschaftliche Arbeit, die im Nürnberger Land seit Jahren von vielen Akteuren geleistet wird. Dafür danke ich allen Beteiligten ausdrücklich. Inklusion gelingt nur, wenn Schulen, Kommunen, die Jugendhilfe und die Familien an einem Strang ziehen. Sie ist kein Zustand, den man einmal erreicht, sondern eine Daueraufgabe, die wir im Nürnberger Land auch weiterhin als Gemeinschaft anpacken. Wir freuen uns darauf, ab dem Schuljahr 2026/2027 mit dieser Auszeichnung im Rücken noch mehr Brücken zu bauen."
Norbert Dünkel, Mitglied des Bayerischen Landtags : „Als fraktionsübergreifender Sprecher für die Inklusion im Bayerischen Landtag habe ich mich gerne dafür eingesetzt, dass auch mein Heimatlandkreis Inklusive Region wird. Ich freue mich außerordentlich, dass das Nürnberger Land mit der heutigen Ernennung für alle Bemühungen unserer Schulen vor Ort honoriert wird. Damit wird eine weitere Professionalisierung der Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf auf den Weg gebracht, die Vernetzung aller Schularten gestärkt und mehr personelle Unterstützung ermöglicht. Besonders stolz bin ich, dass unsere Schulen im Landkreis diesen Weg nun beschreiten, nachdem wir den Prozess 2022 mit meiner Impulsveranstaltung gemeinsam angestoßen haben."
Felix Locke, Mitglied des Bayerischen Landtags: „Als Heimatlandkreis liegt mir das Nürnberger Land besonders am Herzen. Die Ernennung zur ,Inklusiven Region‘ zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind: hin zu einer Gesellschaft, in der jeder Mensch seine Fähigkeiten einbringen und selbstbestimmt leben kann. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die sich tagtäglich für mehr Teilhabe und ein inklusives Miteinander einsetzen.“
Initiative „Inklusive Regionen“
Das Kultusministerium startete im Jahr 2019 gemeinsam mit dem Sozialministerium die Initiative „Inklusive Regionen“. Dabei stand die 2015 gegründete „Modellregion Inklusion“ Kempten Pate.
Die Initiative setzt auf die Vernetzung und systematische Kooperation schulischer und außerschulischer Akteure in den Regionen, um gemeinsam individuell passgenaue und vertiefte Formen eines gemeinsamen Unterrichts und abgestimmter unterstützender Angebote für Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen bzw. besonderen Förderbedarf zu erproben.
In Bayern tragen nun folgende Regionen das Prädikat „Inklusive Region“:
Ein weiteres starkes Zeichen für gelebte Inklusion und Chancengleichheit: Das Oberallgäu wird ab dem Schuljahr 2026/2027 Teil des bayernweiten Netzwerks der Inklusiven Regionen. Im Bewerbungsverfahren überzeugte das Oberallgäu insbesondere durch die langjährig etablierte und bereichsübergreifende Zusammenarbeit von Schulen, Jugendhilfe, Kommunen und weiteren Partnern.
Grundlage des Erfolgs ist eine gemeinsame pädagogische Haltung, die individuelle Förderung und Teilhabe in den Mittelpunkt stellt. Besondere Akzente setzt das Oberallgäu zudem mit seiner intensiven Elternarbeit, etwa durch das Programm „FiSCH – Familie in der Schule“ und gemeinsame Elterntrainings mit der Jugendhilfe.
Kultusministerin Anna Stolz sieht in der neuen Inklusiven Region einen echten Gewinn: „ Das Oberallgäu steht beispielhaft für gelingende Inklusion: Schülerinnen und Schüler mit und ohne Beeinträchtigung lernen selbstverständlich miteinander. Die Auszeichnung als, Inklusive Region‘ würdigt das starke Netzwerk aus regionalen Partnern, die gemeinsam Verantwortung übernehmen. Sie alle haben ein Ziel: Jedes Kind und jeden Jugendlichen mit seinen individuellen Stärken und Bedürfnissen in den Blick zu nehmen und bestmöglich zu unterstützen. Das Oberallgäu sendet damit ein starkes Signal für gelebte Inklusion, Chancengerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Für dieses vorbildliche Engagement danke ich allen schulischen und außerschulischen Akteuren sehr herzlich.“
Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf hob hervor : „Das Oberallgäu setzt ein starkes Zeichen für Teilhabe. Vernetzte Angebote und individuelle Unterstützung machen Inklusion zum Alltag. Schulen, Sportvereine und Freizeiteinrichtungen entwickeln passgenaue Lern‑ und Förderkonzepte.Mit dem Prädikat ‚Inklusive Region‘ wird ein starkes Zeichen gesetzt und das Engagement der Landkreise sichtbar: Bayern ist gemeinsam stark.“
Christian Wilhelm, Landrat des Landkreises Oberallgäu:
„ Im Landkreis Oberallgäu sollen allen Kindern und Jugendlichen – unabhängig von Förderbedarf oder Lebenslage – möglichst wohnortnahe, passgenaue und chancengerechte Bildungswege von der frühkindlichen Entwicklung bis zur beruflichen Weiterentwicklung ermöglicht werden. Die Bildungsregion Oberallgäu versteht Inklusion schon bisher als gemeinsamen Bildungs- und Entwicklungsauftrag. Die Ernennung zur Inklusiven Region bestätigt unseren Weg der gemeinsamen Verantwortung und Haltung von Regel- und Förderschulen sowie Kommunen und dem Landkreis. Darauf können wir stolz sein. Mein Dank gilt allen Akteurinnen und Akteuren, die täglich dazu beitragen, dass Inklusion bei uns nicht nur ein Anspruch bleibt, sondern gelebte Wirklichkeit ist.“
Initiative „Inklusive Regionen“
Das Kultusministerium startete im Jahr 2019 gemeinsam mit dem Sozialministerium die Initiative „Inklusive Regionen“. Dabei stand die 2015 gegründete „Modellregion Inklusion“ Kempten Pate.
Die Initiative setzt auf die Vernetzung und systematische Kooperation schulischer und außerschulischer Akteure in den Regionen, um gemeinsam individuell passgenaue und vertiefte Formen eines gemeinsamen Unterrichts und abgestimmter unterstützender Angebote für Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen bzw. besonderen Förderbedarfen zu erproben.
In Bayern tragen nun folgende Regionen das Prädikat „Inklusive Region“:
Das Netzwerk der Inklusiven Regionen wird um einen Partner reicher: Ab dem Schuljahr 2026/2027 dürfen sich auch Stadt und Landkreis Rosenheim dazu zählen.
Sie überzeugten mit ihrer Bewerbung durch eine etablierte, bereichsübergreifende Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure. Auf dieser Grundlage konnten vielfältige, an den Bedarfen vor Ort orientierte Angebote entwickelt werden – von Unterstützungsstrukturen für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf über Beratungszentren mit niederschwelligen Hilfsangeboten bis hin zur Stärkung multiprofessioneller Teams. Kennzeichnend für die Region ist dabei der offene und vertrauensvolle Dialog aller Beteiligten über Zuständigkeits- und Institutionsgrenzen hinweg.
Kultusministerin Anna Stolz gratuliert zur verdienten Auszeichnung: „ Rosenheim ist ein wahres Vorbild, wie ein starkes Miteinander von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Beeinträchtigung vor Ort gelingen kann. Das partnerschaftliche Umfeld ermöglicht es allen Heranwachsenden, gerade denen mit sonderpädagogischem Förderbedarf, ihr Potenzial bestmöglich auszuschöpfen. Die bewährten Strukturen vor Ort bieten ein starkes Fundament für eine effektive und reibungslose Zusammenarbeit von Schule, Jugendhilfe und Kommune. Genau das ist gelingende und nachhaltige Inklusion . An alle schulischen und nichtschulischen Akteure im Landkreis und der Stadt Rosenheim ein herzliches Dankeschön für ihr außerordentliches Engagement.“
Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf unterstrich : „Inklusion bedeutet, Barrieren gemeinsam abzubauen. Die Auszeichnung der Region Rosenheim zeigt, dass Schule, Familie und Gemeinschaft Hand in Hand arbeiten – für selbstbestimmtes Lernen und Leben aller Kinder. Durch gezielte Förderprogramme und barrierefreie Lernorte wird Teilhabe zum gelebten Alltag. Mit dem Prädikat ‚Inklusive Region‘ wird ein starkes Zeichen gesetzt und das Engagement von Stadt und Landkreis sichtbar: Bayern ist gemeinsam stark.“
Otto Lederer, Landrat von Rosenheim: Inklusion bedeutet für mich, dass jeder Mensch dazugehören und mitmachen kann – unabhängig von seinen Voraussetzungen. Dass der Landkreis Rosenheim nun als Inklusive Region ausgezeichnet wird, freut mich deshalb ganz besonders. Die Auszeichnung würdigt das Engagement vieler Menschen und Institutionen, die sich Tag für Tag für Teilhabe, gegenseitigen Respekt und gute Bildungschancen einsetzen. Sie zeigt zugleich, was möglich ist, wenn alle Beteiligten vertrauensvoll zusammenarbeiten und die Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt stellen. Dafür danke ich allen Mitwirkenden sehr herzlich.“
Abuzar Erdogan, Oberbürgermeister der Stadt Rosenheim: „ Rosenheim steht für Vielfalt, Offenheit und Zusammenhalt. Mit unserer Beteiligung am Modellprojekt „Inklusive Region“ setzen wir ein klares Zeichen für mehr Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Unser Ziel ist die Stärkung der inklusiven schulischen Bildungsangebote in Rosenheim, hierfür wollen wir gemeinsam mit allen Partnerinnen und Partner bereichsübergreifend alle Potenziale einbringen und nutzen und die inklusive Schullandschaft aktiv mitgestalten.
Initiative „Inklusive Regionen“
Das Kultusministerium startete im Jahr 2019 gemeinsam mit dem Sozialministerium die Initiative „Inklusive Regionen“. Dabei stand die 2015 gegründete „Modellregion Inklusion“ Kempten Pate.
Die Initiative setzt auf die Vernetzung und systematische Kooperation schulischer und außerschulischer Akteure in den Regionen, um gemeinsam individuell passgenaue und vertiefte Formen eines gemeinsamen Unterrichts und abgestimmter unterstützender Angebote für Schülerinnen und Schüler mit und ohne besonderen Förderbedarf zu erproben.
In Bayern tragen nun folgende Regionen das Prädikat „Inklusive Region“:
Bayerische Mathematik-Asse brillieren bei der Bundesrunde der 65. Mathematik-Olympiade.
Ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann: Bei der diesjährigen Bundesrunde der Mathematik-Olympiade überzeugten 14 bayerische Schülerinnen und Schüler durch ihr überragendes mathematisches Know-How und dürfen sich über drei 1.Preise, sechs 2. Preise und fünf 3. Preise freuen. Die feierliche Preisverleihung fand am Mittwoch im Saalhaus Hamburg statt.
Kultusministerin Anna Stolz beglückwünscht die bayerischen Gewinnerinnen und Gewinnern: „Was für ein großartiger Erfolg für unsere bayerischen Mathematiktalente! Sie haben beim Lösen kniffliger Aufgaben Neugier, Kreativität und fachliches Können bewiesen und sich damit einen sagenhaften Platz im Medaillenspiegel gesichert. Mathematik kann junge Menschen begeistern und zu echten Spitzenleistungen anspornen. Dazu trägt nicht zuletzt auch die hohe Qualität des bayerischen Mathematikunterrichts bei. Mein besonderer Dank gilt allen engagierten Lehrkräften, die unsere jungen Mathe-Asse auf ihrem Weg begleitet und ihnen mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben.“
Hintergrundinformationen zur Mathematik-Olympiade in Deutschland
Bei der diesjährigen 65. Mathematik-Olympiade haben mehr als 200.000 Schülerinnen und Schüler teilgenommen. Die Bundesrunde stellt nach einer
Schul-, Regional- und Landesrunde den Höhepunkt des Wettbewerbs dar. Für eine Qualifizierung mussten die Teilnehmenden drei Wettbewerbsrunden und ein Auswahlseminar erfolgreich absolvieren, was in diesem Jahr 197 Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland gelungen ist.
In der Bundesrunde stellten die Nachwuchs-Mathematikerinnen und -Mathematiker ihr Wissen u.a. in zwei viereinhalbstündigen Klausuren unter Beweis. Hier ging es nicht nur um mathematisches Können, sondern auch um Kreativität. Im Herbst haben die bayerischen Preisträgerinnen und Preisträger dann die Möglichkeit, sich ein Ticket für den Auswahlwettbewerb zur internationalen Mathematik-Olympiade 2027 in Ungarn zu sichern.
Die bayerischen Preisträgerinnen und Preisträger 2026 im Überblick:
1. Preise
Malte Schuberth, 8. Klasse, Dientzenhofer-Gymnasium Bamberg
Leonid Horokh, 8. Klasse, Hans-Seidel-Gymnasium Hösbach
Xing Liu, 9. Klasse, Anne-Frank-Gymnasium Erding
2. Preise
Aeneas Landsiedel, 9. Klasse, Armin-Knab-Gymnasium Kitzingen
Moritz Anton,10. Klasse Staatliches Gymnasium Kirchseeon
Johannes Jacob, 11. Klasse Maria-Theresia-Gymnasium München
Grigorii Kukanov, 12. Klasse Städtisches Adolf-Weber-Gymnasium München
David Lindenthal, 12. Klasse Rudolf-Steiner-Schule Nürnberg
Lars Krabbenhöft, 12. Klasse Gymnasium Höchstadt a.d.Aisch
3. Preise
Bennett Fries, 8. Klasse Gymnasium Fridericianum in Erlangen
Clara Zagel, 8. Klasse Maria-Theresia-Gymnasium München
Lukas Altmann, 9. Klasse Veit-Höser-Gymnasium Bogen
Rafiga Gambarova, 10. Klasse Johann-Michael-Sailer-Gymnasium Dillingen
Vladyslav Husynin, 12. Klasse Wirsberg-Gymnasium Würzburg
Am 8. Juni 2026 ist der ehemalige bayerische Kultusminister Professor Dr. Dr. h.c. mult. Hans Maier im Alter von 94 Jahren verstorben. Kultusministerin Anna Stolz würdigt ihren Vorgänger im Amt.
Am gestrigen Montag, dem 8. Juni 2026 ist der ehemalige Kultusminister Professor Dr. Dr. h.c. mult. Hans Maier im Alter von 94 Jahren verstorben. Kultusministerin Anna Stolz würdigt ihren Vorgänger im Amt: „Mit Hans Maier verlieren wir einen herausragenden Politiker und Pädagogen, der als Kultusminister, Parlamentarier und Publizist die Bildungspolitik in Bayern über Jahrzehnte geprägt hat. Bei all seinen Entscheidungen als Kultusminister waren Hans Maiers christliches Menschenbild, seine Achtung vor der Würde des Einzelnen und sein Eintreten für eine starke Demokratie spürbar. Er war ein Politiker mit Haltung und Überzeugungskraft. Es war mir eine Ehre, ihn persönlich gekannt zu haben. Unser Austausch und unsere Gespräche haben mir viel bedeutet. Ich werde ihn nie vergessen.“
Vita von Prof. Hans Maier
Hans Maier wurde 1931 in Freiburg im Breisgau geboren. Der studierte Gymnasiallehrer engagierte sich in der Jugendarbeit und war auch als freier Journalist tätig. 1962 habilitierte sich Maier für politische Wissenschaft und wurde im selben Jahr ordentlicher Professor am Geschwister-Scholl-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Hans Maier war (von 1970 bis 1986) der bisher dienstälteste bayerische Kultusminister der Nachkriegszeit, von 1978 bis 1987 hatte er auch ein Landtagsmandat inne (Stimmkreis Günzburg). Von 1976 bis 1988 war er zudem Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Anfang 1988 kehrte Maier an die LMU zurück und übernahm dort den Guardini-Lehrstuhl für Christliche Weltanschauung, Religions- und Kulturtheorie, welchen er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1999 innehatte. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und war Träger hoher und höchster staatlicher und kirchlicher Orden; u. a. das Große Verdienstkreuzes mit Stern und Schulterband der Bundesrepublik Deutschland, der Bayerische Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst, die Bayerische Verfassungsmedaille in Gold sowie das Großkreuz es des Päpstlichen Gregorius-Ordens.
Wirken als Kultusminister
Hans Maier setzte sich als bayerischer Kultusminister maßgeblich dafür ein, den Menschen im Freistaat – auch in ländlichen Regionen – optimale Bildungschancen zu ermöglichen. Die Zahl der staatlichen Gymnasien und Realschulen stieg zwischen 1970 und 1986 jeweils um rund 30 Prozent. Auch für Chancengerechtigkeit hat sich Hans Maier stark gemacht. Dank seiner Reformen stieg der Anteil junger Frauen mit Abitur von rund 34 Prozent im Jahr 1970 auf fast 50 Prozent im Jahr 1986. Durch den 1972 von Bayern angestoßenen Weg „zur Schulbildung fremdsprachiger Kinder“ profitierten viele Kinder von Geflüchteten und Migranten durch das Erlernen der deutschen Sprache von den bayerischen Bildungsangeboten.
Ein weiterer Schwerpunkt in Hans Maiers Bildungspolitik war die Professionalisierung der Lehrkräfteausbildung. In seine Zeit als Kultusminister fiel die Gründung der Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen im Jahr 1971, die heute als Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) die zentrale Anlaufstelle die Fortbildung der bayerischen Lehrkräfte und die Weiterbildung des Führungspersonals der Schulen im Freistaat ist. 1970 wurden die Pädagogischen Hochschulen, verantwortlich für die Ausbildung von Volksschullehrkräften in die Universitäten integriert. Das Lehrerbildungsgesetz von 1977 schrieb die universitäre Ausbildung für alle Lehramtsstudiengänge vor, und die Lehramtsprüfungsordnung (LPO) von 1978 regelte das Studium inhaltlich. Seither ist für die Lehrkräfte aller Schularten ein Universitätsstudium verpflichtend, differenziert nach den Bedürfnissen der jeweiligen Schulart. In Maiers Amtszeit wurden der Wiederaufbau des Ministeriumsgebäudes am Salvatorplatz abgeschlossen sowie die Universität Augsburg gegründet und die Universität Regensburg fertig gestellt.
Kultusministerin Anna Stolz erinnert an die bildungspolitische Leistung von Hans Maier: „Optimale Bildungschancen in Stadt und Land, auch und insbesondere dank unserer hervorragenden Lehrkräfte – das sind auch heute große Stärken unseres bayerischen Schulsystems. Wir bauen in unserem Bildungsland Bayern auf den Reformen auf, die Hans Maier als Kultusminister vorangetrieben hat. Wir machen unsere Schulen fit für die Zukunft, unterstützen unsere Lehrkräfte und helfen unseren Schülerinnen und Schülern, zu starken Persönlichkeiten heranzuwachsen, die Lust haben, Leistung zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen.“
Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach ist „Jugend forscht Schule 2026“. Was für ein fulminantes Abschneiden der bayerischen Landessiegerinnen und Landessieger beim Bundesfinale des Schülerwettbewerbs „Jugend forscht“, das vom 28. Mai bis 31. Mai 2026 in Herzogenaurach stattfand. Mit insgesamt fünf Bundessiegen, zwei zweiten Preisen, einem dritten Preis und dem von der Kultusministerkonferenz (KMK) gestifteten Preis der Jugend forscht Schule 2026 ist die bayerische Erfolgsbilanz sensationell.
Bayerns Kultusministerin Anna Stolz zeigte sich tief beeindruckt von den hervorragenden Ergebnissen: „Bayern hat beim Bundefinale von ‚Jugend forscht‘ ein echtes Ausrufezeichen gesetzt! Mit Neugier im Gepäck, Mut zum Ausprobieren und einer ansteckenden Begeisterung sind unsere jungen Forscherinnen und Forscher wissenschaftlichen Fragestellungen auf den Grund gegangen. Die Umsetzung ihrer innovativen Ideen war absolut genial! Eine besondere Ehre ist, dass das Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach den Titel ‚Jugend forscht Schule 2026“ nach Bayern holen konnte. Ich gratuliere allen Bundessiegerinnen und Bundessiegern zu diesem sensationellen Ergebnis und hoffe, dass sie diesen Flow mitnehmen und ihren Weg voller Entdeckerfreude weitergehen.“
Ministerialdirigent Michael Rißmann, stellvertretender Amtschef des bayerischen Kultusministeriums, überreichte den Preis in Vertretung für die Kultusministerin und freute sich mit den Siegerinnen und Siegern: „Ich gratuliere der ausgezeichneten Schule sowie den weiteren nominierten Schulen sehr herzlich zu diesem Erfolg. Die Leistungen zeigen eindrucksvoll, wie es gelingt, junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und ihnen Räume für eigenständiges Forschen zu eröffnen. Schulen, die sich hier in besonderer Weise engagieren, fördern nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch Kreativität, Durchhaltevermögen und Teamgeist. Dieses Engagement verdient große Anerkennung.“
Die bayerischen Bundessiegerinnen und -sieger (mit ihren jeweiligen Projekten) bei „Jugend forscht 2026“:
Bundessieg – 1. Preis im Fachgebiet Chemie :
InnovAlloy DeepDive: Analyse phasenassoziierter Sprödbrüche in Bi-Sn-Zn-Al-Systemen
Levi Jekic, Lennart Antritter und Alexander Kluge, Gymnasium Neubiberg
Bundessieg – 1. Preis im Fachgebiet Mathematik/Informatik:
Automatisierte Übersetzung von KI-Modellen in Inferenzhardware
Malte Rauschenbach, Franz-Marc-Gymnasium Markt Schwaben
Bundessieg – 1. Preis im Fachgebiet Technik
Entwicklung eines „Portablen Multifunktions-Kalibrators“
Stefan Weiß, Staatliche Berufsschule I Deggendorf
Bundessieg – Preis für die innovativste Arbeit
und: Europa-Preis für Teilnehmende am European Union Contest for Young Scientists (EUCYS)
Entwicklung eines KI-basierten Systems zum Schutz vor Telefonbetrug
Vincent Nack, Gymnasium Höhenkirchen-Siegertsbrunn
Bundessieg – Preis für eine außergewöhnliche Arbeit (Bundespreis des Bundespräsidenten)
Peptid-Doppelgänger: Grenzen von AlphaFold3 bei der Vorhersage von
Spiegelbild-Wirkstoffen
Viyona Singh und Aarav Singh, GISSV German International School of
Silicon Valley, Mountain View, USA
2. Preis im Fachgebiet Chemie
Eco-Electra 2.0. Der effiziente Algenstrom
Timo Spatz und Sophie Slowik, Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach
2. Preis im Fachgebiet Physik
Entwicklung eines Windkanals zur Untersuchung der bionischen
Flugdynamik von Insekten
Leon Kohr, Staatliche FOSBOS Triesdorf in Weidenach
3. Preis im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften
Entwicklung eines Initial-Conditions-Generators zur Simulation wechselwirkender Galaxien
Achilleas Sarakatsanis, Erasmus-Grasser-Gymnasium München
Jugend forscht Schule 2026
Preis der Ständigen Kultusministerkonferenz der Länder in der Bundesrepublik Deutschland
Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach
Hintergrundinformationen zum Landes- bzw. Bundeswettbewerb „Jugend forscht“
Der diesjährige Wettbewerb „Jugend forscht“ stand unter dem Motto „Maximale Perspektive“. Hierzu konnten Einzel- oder Gruppenbeiträge (max. drei Mitglieder) in einem der sieben Fachgebiete „Arbeitswelt“, „Biologie“, „Chemie“, „Geo- und Raumwissenschaften“, „Mathematik/Informatik“ sowie „Physik“ und „Technik“ eingereicht werden. Die ausgezeichneten Bundessiegerinnen und Bundessieger können sich über Geld- und Sachpreise freuen. Das bayerische Kultusministerium will Schülerinnen und Schüler verstärkt zum Forschen motivieren und stellt für die Wettbewerbsrunden auf Regional- und Landesebene in Bayern sowohl personelle als auch finanzielle Ressourcen zur Verfügung.
Detaillierte Informationen zu den Projekten des Bundeswettbewerbs sowie Bilder der Preisverleihung sind in Kürze auf der bayerischen Homepage des Wettbewerbs Bundeswettbewerb 2026 - Stiftung Jugend forscht e. V. verfügbar.
Kultus- und Finanzministerium geben Startschuss für neue staatliche Berufsfachschule für Physiotherapie in Garmisch-Partenkirchen.
Großartige Neuigkeiten für das bayerische Oberland – das Staatliche Berufliche Schulzentrum Garmisch-Partenkirchen wird zum Schuljahr 2026/2027 um eine neue Berufsfachschule für Physiotherapie erweitert. Diese Neuerrichtung erweist sich als doppelter Volltreffer: Angehende Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten erhalten eine erstklassige, zukunftssichere Ausbildung künftig direkt in ihrer Heimatregion Garmisch-Partenkirchen. Gleichzeitig wird der Grundstein gelegt, um den steigenden Bedarf an medizinisch-therapeutischen Fachkräften im ländlichen Raum nachhaltig zu sichern.
Kultusministerin Anna Stolz blickt voller Vorfreude auf das neue Bildungsangebot: „Ein echter Heimvorteil! Als international renommierter Sport- und Erholungsort bietet die Olympiastadt Garmisch-Partenkirchen das optimale Setting für die neue Ausbildungsstätte. Wo seit jeher Spitzenleistungen gefeiert werden, sorgen künftig angehende Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten mit geballter Power dafür, dass die Region weiterhin in Bewegung bleibt. Ich freue mich daher sehr, dass wir am Beruflichen Schulzentrum Garmisch-Partenkirchen jetzt mit der neuen Berufsfachschule für Physiotherapie voll durchstarten können.“
Finanz- und Heimatminister Albert Füracker betont: „Mit der Gründung der neuen Berufsfachschule für Physiotherapie setzen wir ein klares Zeichen für die ländliche Gesundheitsversorgung in Bayern. In Garmisch-Partenkirchen bilden wir künftig heimatnah die nächste Generation von erstklassigen Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten aus. Der Beruf stellt das Wohlergehen der Patientinnen und Patienten in jeder Lebenslage in den Mittelpunkt. So stärken wir nicht nur die Gesundheitsversorgung, sondern auch das Lebensgefühl der Menschen in der Region: Denn eine gute therapeutische Betreuung beginnt bei exzellenter Ausbildung!“
Als traditionsreiches Zentrum des Wintersports und der Sportmedizin besitzt Garmisch-Partenkirchen seit Jahrzehnten einen exzellenten Ruf. Am dortigen Olympia-Skistadion betreut die Außenstelle des Olympiastützpunkts primär Athletinnen und Athleten aus dem Bereich Skisprung und Nordische Kombination. Für deren Prävention, Rehabilitation und Leistungsoptimierung ist eine erstklassige physiotherapeutische Versorgung unverzichtbar. Genau hier setzt die neue staatliche Berufsfachschule für Physiotherapie an: Die räumliche Nähe zur etablierten Sportinfrastruktur ebnet den Weg für eine hochgradig praxisnahe Ausbildung, die wertvolle Einblicke in die Sportphysiotherapie ermöglicht. Dank dieser engen Verknüpfung von Lehre, Spitzensport und der starken medizinischen Infrastruktur der Gesundheitsregion Garmisch-Partenkirchen – mit zwei Kliniken, mehreren Reha-Kliniken, zahlreichen Physiotherapiepraxen sowie Therapie- und Gesundheitszentren – bringt der Standort beste Voraussetzungen mit, um die neue Schule nachhaltig zu etablieren – getragen von einem starken Rückhalt in der gesamten Region.