Ganz im Sinne dieses Programms des Radiosenders „Bayern 3“ erweckte die Klasse 6c in einem fächerübergreifenden Projekt aus Deutsch und Kunst Gegenstände zum Leben, die sich die Schülerinnen und Schüler selbst auswählten. So wurde angefangen von der Quietscheente über eine Muschel, Stofftiere oder Bälle hin zu einem Eishockeypuck unterschiedlichen Dingen Leben eingehaucht.

Im Deutschunterricht verfassten die Schülerinnen und Schüler angeleitet und begleitet von ihrer Deutschlehrerin OstRin Annette Kallmeier ausgehend vom Gedicht „Das große kecke Zeitungsblatt“ von Josef Guggenmos, das als Beispiel diente, Gedichte, in denen etwa eine Feuerwehr-Quietscheente wagemutig einen vermeintlichen Brand löscht, ein Plüschtier-Pinguin aus der beengten Kinderzimmerwelt ans Meer flieht oder die lediglich aus Buchstaben bestehenden Abenteuer aus einem Buch purzeln und Realität werden. Im Spiel mit der Sprache versuchten sich die Schülerinnen und Schüler daran, durch den gezielten Einsatz von Metaphern oder Personifikationen die unterschiedlichen Gegenstände zu beleben.

Um aber die Kunst in all ihren Facetten zu erfahren, beschränkte sich das Projekt nicht auf den schriftstellerischen Teil. Die Schülerinnen und Schüler erstellten ausgehend von ihren selbstverfassten Gedichten im Kunstunterricht Dioramen (kleine Schaukästen), in denen sie ihre gewählten Gegenstände ebenso in den Fokus rückten. Angeleitet und unterstützt von ihrer Kunstlehrerin StRin Jennifer Danler gestalteten sie Modelle, die den fruchtbaren Moment ihres Gedichtes visualisieren, ohne zu viel von der Geschichte preiszugeben. So wird Neugierde beim Betrachter erweckt und dieser „liest“ sich in die bildliche Darstellung ein. Die Schülerinnen und Schüler lernten, dass sich schriftliches und bildliches Erzählen unterscheiden und in diesem Projekt gegenseitig begünstigen. Die Dioramen wurden hauptsächlich durch das überall verfügbare und eigentlich unscheinbare Material Papier gestaltet. Papier tritt hierbei in unterschiedlichsten Verarbeitungsformen auf: geschnitten, gefaltet, gerollt, geprägt, geprickt, eingeweicht und geformt. Papier ist vielseitig!

Nach Fertigstellung der Dioramen gestaltete die Klasse eine kleine Ausstellung mit ihren Werken, zu der sie im Deutsch- und Kunstunterricht die Klassen 5c, 5d und 5e einluden, um diesen ihre Arbeiten zu präsentieren und ihnen zu zeigen, welche Dinge bzw. Sachen bei ihnen gelernt haben, Dinge zu denken bzw. Sachen zu sagen.

A. Kallmeier und J. Danler